Schweinepest: Droht die Stallpflicht?

Die Afrikanische Schweinepest ist bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen, im Landkreis Spree-Neiße, nachgewiesen worden. Das teilte Bundesagrarministerin Julia Klöckner in Berlin mit. Für Menschen sei diese Tierseuche ungefährlich. Auch der Verzehr von Fleisch infizierter Tiere sei kein Risiko. 

Damit hat Deutschland nicht mehr den Status „seuchenfrei“. Jetzt können Exportstopps für Schweinefleisch ins Nicht-EU-Ausland drohen, zum Beispiel nach Asien. Bei den Bauern herrscht deshalb große Sorge vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Schweinepest.

In den vergangenen Monaten hatte es in Polen immer wieder Fälle von Afrikanischer Schweinepest gegeben. Fälle im benachbarten Brandenburg wurden deshalb schon seit längerem erwartet. Ursache der Verbreitung dieser Tierseuche in Europa soll die illegale Entsorgung von Speiseabfällen mit den den Erregern sein. 

An der Grenze zu Polen hat bereits das THW, das Technische Hilfswerk, mit dem Bau von Schutzzäunen gegen das Wild begonnen. In den grenznahen Landkreisen Bautzen und Görlitz gilt bis auf weiteres noch keine Stallpflicht für Hausschweine. 

 

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