Pinnow ist neues Mitglied der AG Historische Dorfkerne 

Pinnow ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne im Land Brandenburg. Agrarminister Jörg Vogelsänger überreichte der Gemeinde das Auszeichnungsschild. Damit gehören 15 Dörfer aus elf Landkreisen der im September 2005 gegründeten Arbeitsgemeinschaft an. 

Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich landesweit für den Erhalt und die behutsame Entwicklung von Dörfern mit historischen Ortskernen ein. Dabei geht es um Erfahrungsaustausch untereinander und eine Vorbildfunktion für die Bewahrung des baukulturellen Erbes in den Dörfern Brandenburgs. Ziel ist es ebenso viele Partner aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens als Unterstützer zu gewinnen. Neben dem Erhalt des ländlichen Kulturerbes steht die Nutzung der vorhandenen Bausubstanz im Mittelpunkt. Die AG sieht sich als Pendant zur AG der Städte mit historischen Stadtkernen. 

Amtsdirektor Detlef Krause, Pinnows Bürgermeister Walter Kotzian und Agrarminister Jörg Vogelsänger (v.l.n.r.)

Im Rahmen eines zweistufigen Bewerbungsverfahrens ist das uckermärkische Dorf Pinnow als Kandidat für eine Aufnahme in die interkommunale AG „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“ ausgewählt worden. Die siebenköpfige Begutachtungs-Kommission schlug Pinnow zur Aufnahme in die AG aufgrund der vorhandenen ursprünglichen und erlebbaren Dorfstruktur vor, wobei das harmonische Zusammenspiel zwischen großer Gutshof-Anlage, Gutspark und eigentlichem Dorfkern einschließlich der vorausschauenden und erfolgreichen Nutzung der historischen Gebäude besonders hervorzuheben sei. Die Mitglieder der AG folgten dem Vorschlag und nahmen Pinnow einstimmig im Mai 2019 in die AG auf. 

Das im 13. Jahrhundert angelegte Angerdorf in der östlichen Uckermark wurde später durch eine ausgedehnte Gutshof-Anlage vergrößert. Das große Gutshof-Ensemble mit der direkt benachbarten Wehrkirche und den ehemaligen Schnitterkasernen ist in seiner Größe einzigartig in Brandenburg. Der angrenzende Gutspark in Pinnow verleiht dem historischen Dorfkern einen gelungenen Übergang von der historischen Siedlungsstruktur in die umgebende Kulturlandschaft., die an das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin einerseits und an den Nationalpark „Unteres Odertal“ andererseits grenzt. 

In Pinnow gelingt es, den historischen Dorfkern durch unterschiedliche Umnutzungen des Gutshof- Komplexes kontinuierlich mit neuem Leben zu erfüllen. Wohnungen wie auch der Sitz der Amtsverwaltung und Museen sind hier zu finden sowie das Deutsch–Polnische Jugend-, Bildungs- und Kommunikationszentrum mit Kita, Hort und Begegnungszentrum und einer Kantine in den ehemaligen Stallgebäuden des historischen Gutshof-Komplexes. Die historische Ortsmitte wird durch viele, alljährlich wiederkehrende Veranstaltungen im Gutshof belebt wie das Deutsch-Polnische Erntefest, der Martinsmarkt und die Rapsblütentage. 

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