Öffentliche Rasenmäher im Einsatz für die Gemeinden

Waren es vor wenigen Wochen noch die Schneeräumfahrzeuge, sind es jetzt die Rasenmäher, die in unterschiedlichen Größen in den Gemeinden des Amtes Oder-Welse für ein gepflegtes Erscheinungsbild sorgen. Die lange Winterzeit nutzte das Bauhof-Team des Amtes für nötige Reparatur- und Wartungsarbeiten an der Technik. Generalüberholt sind die Mäher und Mähtraktoren, ein Unimog mit Zwei-Meter-Schlegelmähwerk sowie Transportfahrzeuge nun fit für die kommenden Mäheinsätze auf den kommunalen Flächen.

Durchschnittlich fünf Mal in der Saison, zwischen Ostern und Oktober, kommen öffentliche Grünflächen in den amtsangehörigen Gemeinden unter das Schneidwerk. Gemäht wird so eine Fläche von rund 2,06 Millionen Quadratmetern – das entspricht fast 300 Fußballfeldern – jährlich, darunter Rasen an öffentlichen Einrichtungen und Spielplätzen, Wiesen, Straßenbankette und Böschungen, Friedhöfe und Straßenbegleitgrün entlang von Hauptstraßen.

Mit den Gemeindevertretungen wird dazu ein Mäh-Plan abgestimmt. „Dabei versuchen wir, auch die Veranstaltungen in den Gemeinden zu berücksichtigen, wo dann mal außer der Reihe gemäht wird“, erklärt Bauhofleiter Ralf Nulle. 

Geht allerdings der Feueralarm, werden auch die Rasenmäher abgestellt, um mit der Löschgruppe Bauhof zum Einsatzort zu eilen. Er bittet deshalb um Verständnis dafür, dass nicht alle Flächen zur gleichen Zeit bearbeitet werden können oder der Mäh-Plan auf Grund der Witterung nicht immer eingehalten wird: „Es nützt niemandem, wenn nasses Gras mit schwerem Gerät befahren oder bei anhaltender Trockenheit gemäht wird.“ 

Er stimmt dem Vorschlag des Amtsdirektors zu, zumindest außerhalb der Ortskerne über pflegeleichte Wildblumenwiesen und Blühstreifen nachzudenken: „Einmal angelegt, sieht so etwas schön und zum ländlichen Raum passend aus. Außerdem müsste seltener gemäht werden, was auch der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen zugutekäme“, so Ralf Nulle.

Zu den unangenehmen Seiten der Mäh-Saison zählen für die Bauhof-Mitarbeiter allerdings die Hinterlassenschaften von Hunden auf den Mähflächen: „Wir beobachten häufig, dass die Hundehalter ihrer Pflicht nicht nachkommen. Es stinkt! Das sind nicht einfach nur ärgerliche Einzelfälle oder Schönheitsfehler im sauberen Ortsbild, sondern Ordnungswidrigkeiten!“

Die Grünflächenpflege ist ein Teil der Aufgaben, die der Bauhof im Auftrag der amtsangehörigen Gemeinden erledigt. Kleingärtner und Grundstücksbesitzer wissen, was für Arbeit es bedeutet, ihre Parzellen einem Frühjahrsputz zu unterziehen. Auch für den Bauhof heißt das vor allem, die Hinterlassenschaften der Wintersaison aufzuräumen: Streusand, altes Laub und Windbruch müssen weg, Frostschäden auf Straßen beseitigt und die Verkehrssicherheit gewahrt werden. Friedhöfe wurden bereits hergerichtet und Sitzbänke in den Gemeinden repariert und neu angestrichen.

Lange abgeschlossen sind dagegen Gehölzschnittarbeiten an Straßen und Wegen, und auch die alten Weiden wurden rechtzeitig „auf Kopf gesetzt“, wie die oft drastisch erscheinende Radikalkürzung der Weidentriebe im Fachjargon heißt. „Das muss bei Kopfweiden regelmäßig gemacht werden, weil sonst größere Äste wachsen und den Baum zerstören können“, so Ralf Nulle. 

Für die Winterdiensttechnik wurde derweil die Pause eingeläutet: sauber, repariert und konserviert warten Räumschild und Co auf ihren nächsten Einsatz.

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