Mark Landin, Ortsteil Schönermark

Schönermark ist einer von drei Ortsteilen der Gemeinde Mark Landin und liegt 12 km von Angermünde entfernt an der Landesstraße 28 nach Passow. Die höchste Erhebung ist der 53,3 m hohe Eichberg im Norden. Durch die Gemarkung fließt der Landiner Abzugsgraben und mündet in Richtung Nordwest in die Welse. Als stehendes Gewässer gibt es nur einen Dorfteich. Denkmalgeschützte Objekte in Schönermark sind die Kirche, ein Doppelstubenhaus und die ehemalige Schule.

Die Ortschaft wurde wahrscheinlich vor Mitte des 13 Jh. Gegründet und 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Schon früh hatte Schönermark einen Status als zentraler Ort für die umliegenden Ortschaften gehabt. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Schönermarker Feldsteinkirche, die als Mutterkirche für viele der umgebenden Gemeinden besonders aufwändig gestaltet wurde.

Dorfkirche (Feldsteinkirche): Die Kirche des Dorfes liegt im Ortszentrum und ist umgeben von einer alten Feldsteinmauer. Sie wurde in der 2. Hälfte des 13. Jh. errichtet und mit einem einfachen Feldsteinsaal und schiffshohem Westturm ausgestaltet. Dieser Westturm wurde vermutlich nach dem Dreißigjährigen Krieg in unregelmäßigem Mauerwerk verkürzt und erneuert.   Der verbretterte Aufsatz ist mit einer achteckigen Laterne von 1822 versehen. Die Fenster wurden im 19. Jahrhundert nach unten verlängert. An der Südostecke ist ein Schachbrett in etwa 50 cm Höhe mit Muster vermauert. Die Ostseite der Kirche ist ohne wesentliche Veränderung erhalten geblieben. Im Norden sind zwei vermauerte Spitzbogenportale zu finden. An der Nordostecke ist ein Gruppenfenster aus zwei Lanzetten und einem Kreisfenster in einer Spitzbogenblende angeordnet; das linke Fenster ist durch den in die Blende einschneidenden Zugang zur ehemaligen Patronatsloge verkürzt. In der Ostwand ist eine Rundbogenblende aus Backstein mit gestaffelter Dreifenstergruppe, Blende und Mittelfenster mit eingelegtem Rundstab zu finden, im Giebel sind zwei Reihen schmaler Rundbogenblenden angeordnet. Das Erscheinungsbild im Westen wurde durch spätere Veränderungen bestimmt, vor allem durch das 1876/79 erneuerte Hauptportal mit neogotischer, dreifach gestufter Ziegelrahmung und einem von Kreuz bekrönten Dreiecksgiebel. Nicht verändert wurde die zweiflügelige Eingangstür mit neogotischem Dekor. Das Erscheinungsbild des Innern der Kirche ist schlicht – Holzbalkendecke und der Fußboden mit Wabenfliesen belegt. Die Kirche ist mit einem Altarblock, einer Taufe, eines Kanzelaltars, Gedenktafeln und einer Orgel ausgestattet.

Dorfanger 48: Das Schul- und Küsterhaus befindet sich am Dorfanger 48, südöstlich vom Kirchhof gegenüber dem Pfarrhof. Auf unbebautem Kirchenland wurde die einklassige Dorfschule mit Wohnung für den Lehrer 1827 errichtet und 100 Jahre später noch einmal erweitert. Bis 1953 war es eine Schule und anschließend bis 1969 als Wohnhaus genutzt. 1987 wurde es instandgesetzt und zum Heimatmuseum umgebaut. Das Gebäude gehört zu den ältesten überkommenen Schulbauten im Gebiet.

Dorfanger 32: Die Gutsbrennerei und der Pferdestall befinden sich in Ecklage südlich an der Dorfstraße. Errichtet wurde die Gutsbrennerei um 1850 in zweigeschossigem Feldstein-Ziegel-Bau mit flach geneigtem Satteldach. Nach 1945 wurden die Räume zu Büros und Aufenthaltsräumen verändert und von der MAS bzw. der örtlichen LPG genutzt. Südlich an die Brennerei angrenzend befindet sich der Pferdestall. Dieser wurde 2008 unter Beibehaltung bauzeitlicher Details umgebaut und wird seitdem für die Erlebnisgastronomie (Whiskey-Destillerie) genutzt.

Biesenbrower Str. 19: Dieses Wohnhaus und Nebengebäude befindet sich auf der Nordseite der Dorfstraße und wurde 1840 erbaut. Es wird vermutet, dass eine Handwerkerfamilie darin gelebt hat. Anschließend erfolgten nach 1989 einige Modernisierungen. Das Doppelstubenhaus hebt sich durch bewahrtes Äußeres im Straßenbild hervor.

(Text und Bilder u.a. aus: „Denkmale in Brandenburg – Landkreis Uckermark“ (Ilona Rohowski), Band 18.1, Stadt Angermünde und Amt Oder-Welse sowie die Orte Criewen und Zützen, Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Wernersche Verlagsgesellschaft, 2016)

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