Bessere Planung und mehr Entwicklungschancen: Wirtschaftsunternehmen im Amt Oder-Welse formulieren gemeinsame Forderungen an den Landesentwicklungsplan Brandenburg

Die Planungsprozesse müssen kürzer und verlässlicher werden, zugunsten von sicheren Investitionen und Arbeitsplätzen, das ist eine der Kernforderungen der Unternehmen im Amt Oder-Welse. Langwierige Planungen haben in den vergangenen Jahren zu einem  Stillstand bei regionalen Investitionen geführt. Sollte der neue Landesentwicklungsplan   nicht vor 2019 gelten, bedeutet das auch für die kommunale Siedlungsentwicklung weitere verlorene zehn Jahre.                                                                                                  

Die ortsansässigen Unternehmen fordern eine Sicherung der Infrastruktur, Daseinsvorsorge und eine aktive Siedlungsentwicklung gegen die Abwanderung und das Aussterben von Gemeinden, auch aus Sorge um die eigenen Investitionen in der Region. Bereits jetzt fehlt es an ausreichend qualifizierten Bewerbern auf offene Stellen und Ausbildungsplätze, an gut ausgestatteten Schulen, mit Zugang zum schnellen Internet, und attraktiven Wohnmöglichkeiten.

Das Amtsgebiet Oder-Welse bietet große Potentiale für eine wirtschaftliche Entwicklung. Großflächige gewerblich-industrielle Vorsorgestandorte müssen durch entsprechende Standortfaktoren, wie Wohn- und Freizeitangebote, Schulen und qualifizierte Arbeitskräfte, gesichert werden. Wie kaum eine andere Region liegt das Amt Oder-Welse verkehrsgünstig für Pendler mit besten Anbindungen durch Bahn und Straße nach Berlin und Stettin.

Die kommunalen Konzepte der Gemeinden sollen für ein besseres Wohnumfeld und eine Entwicklung der örtlichen Angebote gestärkt werden. Dringend benötigte qualifizierte Mitarbeiter müssen dauerhaft mit ihren Familien in der Region gehalten werden. Mit ihren bereits vorhandenen Einrichtungen der Daseinsvorsorge und der Anbindung an den ÖPNV  erfüllen die Gemeinden Pinnow und Passow wichtige Versorgungsfunktionen für die Dörfer zwischen den künftigen Mittelzentren Angermünde und Schwedt. Passow und Pinnow sollen deshalb diesen Kriterien entsprechend als Grundfunktionale Schwerpunkte (GSP) eingestuft werden und Versorgungsaufgaben im Verflechtungsraum der beiden Mittelzentren übernehmen. 

Amtsdirektor Detlef Krause zu den Forderungen der Unternehmen:                                                                                           „Wir brauchen eine starke Wirtschaft, für mehr Arbeitsplätze und Investitionen. Der Landesentwicklungsplan muss deshalb Chancen für eine Zukunft des Amtes Oder-Welse bieten und darf keine Bremse sein. Davon profitieren nicht nur die Einwohner  in unseren Gemeinden im Amt Oder-Welse, sondern auch die gesamte Region.“

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