Gemeinde Schöneberg, Ortsteil Schöneberg mit Stützkow

Schöneberg ist eine der drei Ortsteile der Gemeinde Schöneberg und liegt ca. 15 km östlich der Stadt Angermünde. Die Landschaft wird geprägt durch leicht hügeliges, teilweise bewaldetes Gelände. Die höchste Erhebung des Ortes ist der südlich gelegene Gehegeberg mit ca. 52m und der Burgwallberg mit ca. 40m. Das Gelände fällt zum Südosten ziemlich steil an und dahinter folgt das von Entwässerungsgräben und Flussarmen durchzogene Poldergebiet. 

Dorfkirche in Schöneberg

Seit der Kommunalreform 1992 ist Schöneberg mit den Ortsteilen Stützkow und Alt-Galow  dem Amt Oder-Welse zugeordnet. Ein Zusammenschluss der nördlichen Nachbarorte Felchow und Flemsdorf zur Gemeinde Schöneberg fand im Jahr 2001 statt. 2014 zählte Schöneberg bereits 339 Einwohner.  

Dorfkirche:  Die Kirche des Dorfes wurde umgewandelt in einen Kornspeicher und liegt leicht erhöht im Ortszentrum. Im Norden schließt sich das Gelände des Friedhofes an, welches über zwei riesige alte Eichen verfügt. Auch zwei Denkmäler, wie das Grabmal des Gutspächters Robert Bosselmann von 1880 und das Gefallenendenkmal von 1920 sind erwähnenswert. 

Die Feldsteinkirche wurde Endes 13 Jh.  als schlichter großer Feldsteinsaal errichtet. Nachdem das Dorf 1469 zerstört wurde bliebt die Kirche unbenutzt und verfiel nach und nach. 1729 wurde die sie dann mit Erlaubnis in einen Kornspeicher umgewandelt und nach und nach Instand gesetzt. Es blieben einige Teile vom mittelalterlichen Bauwerk erhalten und wurde mit unbehauenen Feldsteinen ergänzt. Die Kirche wurde vorerst als Gutsspeicher verwendet und später dann nutzte die LPG das Bauwerk bis zur Übernahme durch die Gemeinde. 1997 wurde die zweigeteilte Kirche noch einmal saniert und im westlichen Teil für Trauerandachten und im östlichen Teil als „Heimatstube“ genutzt.  Nachträglich wurde dann später noch eine Glocke eingebaut. Das obere Speichergeschoss als Ausstellungsraum enthält Stücke zur Heimatgeschichte und zum Mühlenbetrieb. 

Speicher der Dorfkirche in Schöneberg

Stützkow:  Stützkow gehört als Ortsteil zu Schöneberg und ist gleichweit von Angermünde und Schwedt mit ca. 15km entfernt. Südlich von Stützkow befindet sich die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Im Norden befindet sich der Sandberg. Im 13. Jh. war Stützkow noch ein von Slawen bewohntes Fischerdorf. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf zerstört und es gab nur noch wenige Fischerfamilien. Nach dem Verkauf an Johann Conrad v Risselmann 1745 wurden es wieder mehr Fischerfamilien und bis Mitte des 19 Jh. hatte Stützkow schon 220 Einwohner. Nach dem 2. Weltkrieg veränderte sich das Dorf, die Flächen wurden enteignet und neue Häuser gebaut. 1928 wurde Neu-Galow nach Stützkow eingemeindet und am 01. Juni 1973 wurden beide Orte der Gemeinde Schöneberg zugeordnet.

Stürtzkow, Haus am Strom

Dorfkirche Stützkow: 1748 wurde in der Fischerstraße eine dreiachsige Fachwerk-Saalkirche mit Turm errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche baufällig und 1986 abgerissen.  An ihre Stelle trat das neue „Haus am Strom“, welches als Gemeindezentrum und auch für Gottesdienste genutzt wird. Einige Elemente wurden vom alten Bauwerk übernommen, wie die barocke doppelflügelige Tür mit schmiedeeisernem Türgriff und das Kastenschloss. 

Das „Haus am Strom“ ist mit einem Kelch, mehreren Gedenktafeln, Glocken und einer Wetterfahne mit Stern ausgestattet. 

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