Deutsch-Polnisches Erntefest und Umzug durch Pinnow

Deutsch-Polnisches Erntefest und Umzug durch Pinnow

Mit einem großen Ernteumzug geschmückter Wagen durch Pinnow, einem Markttreiben auf dem Gutshofgelände und dem traditionellen Reitturnier wurde das Ende des Sommers gefeiert. Die letzten Monate waren für die Landwirte der Region allerdings nicht einfach. Hitze und Dürre waren noch extremer als im Hitzejahr 2018. Trotzdem haben es die landwirtschaftlichen Betriebe unter diesen Bedingungen geschafft, dass die Ernteerträge immerhin durchschnittlich sind. Amtsdirektor Detlef Krause lobte die Landwirte der Region ging in seiner Begrüßung auf die Trockenheit auf den Feldern der Uckermark ein. Nachdem es noch vor einigen Jahren zu viel geregnet habe, was den vergangenen Ernten schadete, sei dieses Jahr mit der Hitze genau das Gegenteil eingetreten. Im Sinne der Traditon des Erntedanks gelte aber, auch wenn die Erträge nicht üppig sind, muss man dankbar sein.

Das zweitägige Fest hatte am Samstag mit dem Umzug der 20 buntgeschmückten Wagen durch die Dorfstrassen begonnen, an dem sich viele Vereine aus den Gemeinden des Amtes Oder-Welse, Kitas, Feuerwehren mit ihren Jugendabteilungen und etliche Firmen und andere Institutionen beteiligten. Wie in jedem Jahr wurden auch diesmal wieder die schönsten Erntewagen von einer unabhängigen Jury ausgesucht und prämiert. Den ersten Platz belegte der Dorfverein Landin, den zweiten die Landiner Kraacken, ein Eishockey-Verein, und Dritter wurde der Erntewagen des Hof Anton.

 

Zum diesjährigen Erntefest verwandelte sich der historische Gutshof in Pinnow in einen bunten Markt mit vielen kleinen Ständen, Markfauen in traditionellen Trachten und einem großen Unterhaltungsprogramm vor allem für die Kinder. 25 Händler boten Handwerkliches aus Keramik, Holz und Stoff an, es gab schöne gebunde Kränze aus Naturmaterialien, selbstgemachte Marmeladen, Gemüse und Obst aus den Gärten, Pflanzen, Wildprodukte, und Schmuck. Bei dem Strohpuppenwettbewerb belegte die Kita Kleine Oderwelse aus Pinnow den ersten Platz, gefolgt von den Kinder der Kitas Schlumpfhausen und Gänseblümchen.

Beim 9. Nationalpark Springturnier wurden 14 Prüfungen abgelegt, mit insgesamt 211 Starts. Für die Reiterinnen und Reiter war es nicht nur eine sportliche Herausforderung, Mensch und Pferd hatten auch mit der enormen Hitze zu kämpfen. Für die Zuschauer entlang des Turniergeländes bot sich dennoch eine spannde Unterhaltung.

Für eine frische Abkühlung sorgte zwischendurch immer wieder die Feuerwehr mit ihren Wasserspritzen. Mit Temperaturen über 30 Grad zeigte sich der Sommer nocheinmal von seiner extremen Seite. Trotzdem war das Erntefest gut besucht. Trotz oder wegen des Tages der Landtagswahl in Brandenburg waren an diesem Sommerwochenende viele unterwegs und kamen vor oder nach dem Wählen zum Erntefest. Besucher kamen auch aus den polnischen Nachbargemeinden. Gemeinsam mit Kindern lies Amtsdirektor Krause als besondere Geste symbolische Friedenstauben fliegen und erinnerte damit an den Kriegsbeginn vor 80 Jahren, an den Tag, als das deutsche Militär Polen angegriffen hatte. 

Für die stellvertretende Landrätin von Walcz, Jolanta Wegner, zeigt gerade solch ein Gedenktag wie wichtig der Frieden in Europa ist und wie wertvoll die guten freundschaftlichen Beziehung der Nachbarn entlang der Oder sind.

Das deutsch-polnische Ernetfest wird  durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt (Fonds für kleine Projekte im Rahmen des Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen in der Euroregion Pomerania).

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