Nicht ohne uns! Bürgermeister machen zu Schöneberg ihrem Ärger Luft

Die vier ehrenamtlichen Bürgermeister von Berkholz-Meyenburg, Mark Landin, Passow und Pinnow sind deutlich verärgert, dass sie in der Diskussion um die Gemeinde Schöneberg nicht einbezogen werden. In Schöneberg selbst, aber auch bei den Beteiligten in Ministerien und Politik auf Landesebene sowie in Schwedt würde der Wille der übrigen Gemeinden ignoriert. Es geht nach wie vor um den Plan Schöneberg aus dem Verbund des Amtes herauszulösen und in Schwedt einzugemeinden. Dafür wird von den Befürwortern in Schöneberg und Schwedt mit allen Mitteln Stimmung gemacht. Inzwischen nimmt das die Form einer aggressiven Kampagne mit rauem Ton an, in der immer wieder öffentlich Amtsdirektor Detlef Krause persönlich angegriffen wird. Unterstützt durch regionale Medien wird aus Schöneberg und Schwedt versucht, der Amtsführung Fehler nachzuweisen – allerdings ohne Erfolg. Das Amt habe auch keine Fehler gemacht, die Schuldzuweisungen aus Schöneberg oder aus Schwedt seien falsch, so der Bürgermeister von Berkholz-Meyenburg, Gerd Regler. Der Bürgermeister von Passow, Walter Henke, kritisiert die fragwürdigen Alleingänge Schönebergs zu verschiedenen Themen (z.Bsp. aktuell Kita Felchow oder Brücke in Stützkow), die zwischen den Gemeinden abgestimmt werden sollten. Aus Schöneberg werde eine Kommunikation geradezu verweigert. Die Argumente für einen Austritt aus dem Amt seien für ihn nicht nachvollziehbar. Seiner Meinung nach geht es hier allein um persönliche Befindlichkeiten gegen Amtsdirektor Krause und nicht um Inhalte. Dem stimmen auch die beiden Bürgermeister aus Mark Landin, Wolfgang Sänger, und aus Pinnow, Walter Kotzian, zu. Sie befürchten bei einem Austritt Schönebergs erhebliche Nachteile für die Bewohner aller Gemeinden. Mit den bisherigen Angeboten aus Schwedt sei das nicht zu kompensieren. 

Ihr Kollege in Schöneberg, Wilfried Schramm, übergehe nicht nur ständig die anderen Bürgermeister, sondern auch Amtsdirektor Krause, der im Sinne der Gemeinden eine sehr gute Arbeit leiste. Detlef Krause setze genau das um, was in den Gemeinden beschlossen und von den ehrenamtlichen Bürgermeistern gewünscht wird.

Nach Fehlern in Schöneberg soll jetzt erneut eine Bürgerbeteiligung zu dem Thema starten. Dazu werde es eine schriftliche Befragung geben. Die Bürgermeister wollen in ihren Gemeinden Beschlüsse fassen lassen, um eine klare Haltung in der Frage zu haben und den Willen der Bürger in ihren Gemeinden deutlich zu machen. Es gebe keineswegs eine Mehrheit für einen Austritt Schönebergs.  

Bei allen vier Bürgermeistern sitzt der Ärger tief, auch über die Landespolitik. Wenn der Fraktionsvorsitzende der SPD im Brandenburger Landtag, Mike Bischoff, von einem „Bürgerwille“ spreche, der hier umgesetzt werden muss, dann sei das falsch. Entscheidend für einen solchen Vorgang sei nicht eine Gruppe in Schöneberg, sondern das öffentliche Interesse der Bewohner aller Gemeinden im Amt Oder-Welse.  

Lesen Sie dazu auch die Erklärung der vier ehrenamtlichen Bürgermeister vom Dezember in dem Beitrag: https://oderwelsereport.de/falsche-behauptungen: https://oderwelsereport.de/falsche-behauptungen

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