Amtsumlage sinkt: Gemeinden und Einwohner werden spürbar entlastet

Für die Gemeinden wird die Amtsumlage gesenkt, das hat der Amtsausschuss des Amtes Oder-Welse beschlossen, als er den Haushalt für das Jahr 2018 verabschiedet hat. Möglich wird das durch eine wirtschaftliche Amtsführung, die kontinuierlich die Ausgaben gesenkt und die Einnahmen erhöht hat. In der Verwaltung und im Bereich des Bauhofes können durch optimierte Arbeitsabläufe und bessere Verteilung der Aufgaben Personalstellen reduziert werden. Mehr Beschäftigte gibt es dagegen bei der Betreuung in den Kindertagesstätten, da die Nachfrage an Kita-Plätzen konstant hoch ist.

Mit 44.8 v.H. wird die Amtsumlage, die von den Gemeinden zur Finanzierung der Verwaltung, des Bauhofs und des Brandschutzes erhoben wird, um mehr als drei Prozentpunkte gesenkt. Das bedeutet für die Gemeinden eine Entlastung von 110.000 Euro, ingesamt beträgt die Amtsumlage 2.513.200 Euro. Größter Zahler unter den Gemeinden ist Passow mit 684.600 Euro, dagegen ist Schöneberg mit nur mit 382.600 Euro an der Amtsumlage beteiligt.   

Da die Gemeinden Passow und Pinnow, ihre Kindertagesstätten auf das Amt übertragen haben, entrichten sie als Ausgleich dafür 50.600 bzw. 66.000 Euro als sogenannte differenzierte Kita-Umlage.

Das Amt Oder-Welse hat höhere Einnahmen, was vor allem an der allgemeinen guten wirtschaftlichen Lage liegt, aber auch Ergebnis einer langfristigen Strategie zur Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen im Amtsbereich ist. Dazu kommen Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich sowie Fördermittel für Projekte und Investitionen.

Ob bei der Anschaffung von Löschfahrzeugen für die Feuerwehr und neuer Technik für den Bauhof, bei der Veranstaltung des Deutsch-Polnischen Nationalparkerntefestes in Pinnow, einer neuen Dorfentwicklungs-planung oder der Förderung des Abbaus sprachlicher Barrieren zwischen Deutschland und Polen, immer sind dabei auch Förderprogramme von Land, Bund und EU eine wichtige Einnahmequelle.                           Die Einnahmen betragen im Ergebnishaushalt 4.450.900 Euro. Dem gegenüber stehen Ausgaben in Höhe von 4.550.200 Euro. Dabei entsteht ein geplantes Minus von etwa 100.000 Euro, das aus Rücklagen gedeckt wird. Das Rücklagenpolster das Amtshaushalts wird damit bis Jahresende planmäßig auf etwa 50.000 Euro reduziert. Im Finanzhaushalt belaufen sich die geplanten Einzahlungen auf 5.019.400 Euro und die Auszahlungen auf 5.087.800 Euro.

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