27 Jahre Amt Oder-Welse: Gelebte Demokratie in der Gemeinschaft

Als das Amt Oder-Welse vor 27 Jahren gegründet wurde, war es eine Zeit der großen Veränderungen und Umbrüche. Nicht nur äußerlich hat sich in den Gemeinden vieles verändert, auch die Strukturen der Gemeinschaft sind heute andere. Das Amt lebt von den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen und der gelebten Demokratie. Alle Wahlhelfer waren sozusagen die Ehrengäste der diesjährigen Festveranstaltung zur Gründung des Amtes 1992. Amtsausschussvorsitzender Gerd Regler konnte mehr als 100 Gäste begrüßen und dankte den Wahlvorständen, Helfern und Mitarbeitern für ihren Einsatz. „Sie tragen mit Ihrer Arbeit dazu bei, dass Demokratie überhaupt stattfinden kann“, lobte Regler die Ehrenamtlichen. Wahlleiterin Johanna Medynska dankte für die jahrelange Unterstützung bei den Vorbereitungen, der Durchführung und der Nachbereitung der Wahlen. Sie warb auch gleich um Helfer für die kommende Wahl. Am 1. September 2019 wird der 7. Landtag in Brandenburg gewählt.

Amtsdirektor Detlef Krause gab einen interessanten Rückblick auf die Entstehung des Amtes Oder-Welse mit seinen Gemeinden. Eine moderne Infrastruktur, Gewerbeansiedlungen, Schulen, Kitas und Naturschutz sind nur einige Beispiel dieser erfolgreichen Entwicklung im Amt. Das sei nur durch die Selbständigkeit der Gemeinden möglich. Wer diese in Frage stelle, der gefährde nicht nur die weitere positive Entwicklung, sondern stelle sich auch gegen Verträge und Vereinbarungen, die vor 27 Jahren geschlossen wurden. Die Diskussion um einen möglichen Austritt der Gemeinde Schöneberg aus dem Amt sei stellenweise auf einem sehr niedrigen politischen Niveau geführt worden ohne die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Bemerkenswert sei dabei, so Amtsdirektor Krause, dass sich selbst Landespolitiker auf diese Ebene begeben und daran beteiligen und damit Vorbehalte gegen rechtsstaatliches Verwaltungshandeln weckten. 

27 Jahre Amt Oder-Welse: Ehrung für 13 Ehrenamtliche, alle Mitglieder aus jeweils einem Wahlvorstand, stellvertretend für alle Wahlhelfer.

Eine Ehrung gab es für 13 Ehrenamtliche, alle Mitglieder aus jeweils einem Wahlvorstand, die sich stellvertretend für alle Wahlhelfer in das Ehrenbuch des Amtes Oder-Welse eintrugen. Wolfgang Grösch aus Landin, ehemaliger Amtswehrführer und früheres Amtsausschussmitglied, und Walter Henke, ehemaliger ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Passow, früherer Amtsausschussvorsitzender und Amtsausschussmitglied, wurden für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten ganz besonders geehrt. Bei der Gelegenheit mahnte Walter Henke einen respektvolleren Umgang miteinander an. Das sei wichtig, damit auch künftig ehrenamtliche Gemeindevertreter und Wahlhelfer bereit stehen. Henke erinnerte an die vielen positiven Veränderungen seit der Wende. Das sei nur durch Demokratie und freie Wahlen möglich.

Amtsdirektor Krause dankte Wahlleiterin Joanna Medynska, der stellvertretenden Wahlleiterin Regina Wolske und der Mitarbeiterin Marina Konitzer für ihre Arbeit. Musikalisch wurde die Festveranstaltung von Theresa Gieche am Klavier begleitet. Danach lockerte das Rufus Temple Orchestra aus Berlin mit Hot Jazz und Ragtime der 1920er Jahre die Stimmung auf. 

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